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Fütterungsbedingte Ursachen für Spondylosen, Arthrosen und andere Erkrankungen des Bewegungsapparates des Hundes

Der Bewegungsapparat des Hundes unterliegt einem ständigen Stoffwechsel.
Wir unterscheiden dabei:

1. den Knochenstoffwechsel
2. den Gelenkstoffwechsel, hier insbesondere dem Knorpelstoffwechsel
3. den Muskel-, Sehnen- und Bänderstoffwechsel

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zu 1)

Der Knochenstoffwechsel


Der Knochenstoffwechsel ist ein kompliziertes Konstrukt, an dem insbesondere das hormonelle System regen Anteil hat, da das Skelett nicht nur der Halteapparat des Tieres ist, sondern auch am Calciumstoffwechsel als Depot teilnimmt.

Am Calciumstoffwechsel sind auch die Nebenschilddrüse, die Schilddrüse und die Nebennierenrinde beteiligt. Es verbietet sich natürlich, dass ein Futtermittel aktiv in dieses empfindliche hormonelle Steuerungssystem des Calciumstoffwechsels eingreift, aber genau dies tun 99% aller Futtermittel indem ihnen synthetisches Vitamin D zugesetzt ist.

Synthetisches Vitamin D ist seiner Wirkung nach kein Vitamin, sondern ein Hormon, das aktiv in den Calciumstoffwechsel eingreift.und die empfindliche hormonelle Steuerung des Calciumstoffwechsels stören kann.

Es sollte sich von alleine verbieten, einem Futtermittel Hormone zu zusetzen. Futtermittel mit dem Zusatzstoff Vitamin D bergen immer die Gefahr von Entgleisungen des Knochenstoffwechsels insbesondere in der Wachstumsphase.

Die Empfehlungen der Universitäten von vor 10 Jahren bei Werten von 2,5 % Calcium im Futter unter einer Zugabe von synthetischem Vitamin D hat bei den Aufzuchthunden gerade der grösseren Rassen zu einer starken Verbreitung von Knochenverkrümmungen, Epiphysenentzündungen und Epiphysenzusammenbrüchen und anderen Erkrankungen geführt.

Der nun eingeschlagene Weg der Reduzierung des Calciums im Futter, bei der Beibehaltung der Zugabe von synthetischem Vitamin D hat die Situation zwar etwas entspannt jedoch das Übel nicht bei der Wurzel gepackt.

Durch ein zu viel an Calcium im Futter, auch bei Werten um die 2,5% und mehr erleidet kein Hund Erkrankungen des Skelettes, da nicht benötigtes Calcium einfach über den Darm ausgeschieden wird.

Erst die Forcierung des Calciumstoffwechsels durch synthetisches Vitamin D wird zu viel Calcium aufgenommen und die Niere stark belastet, die nun das schwer nierenausscheidbare Calcium aus dem Körper transportieren muss, was sekundär zu den beschriebenen Schäden am Skelett führen kann.

Sicherlich hat eine Umstellung der Fütterung bei einer Knochenerkrankung mit bereits entwickelter Osteodystrophie (einer bereits den Knochen deformierenden Knochenerkrankung, z.B. einer Arthrose oder Spondylose mit einer vorhandenen Exostosenbildung) keinen heilenden Charakter, aber sie ist die conditio sine qua non (die unbedingte Voraussetzung) für jeden Therapieversuch, egal ob mit dem Ziel der Heilung oder Linderung.

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zu 2)

Der Knorpelstoffwechsel


Gerade bei der Behandlung, aber auch bei der Prophylaxe degenerativer Erkrankungen der Gelenke spielt die Fütterung eine entscheidende Rolle.

Die Degeneration eines Gelenkes beginnt meistens (Ausnahme sind nur die nicht artikulären Athrosen, die ihren Anfang an den Bändern der Gelenke nehmen) mit einer Mangelernährung des Knorpels der Gelenke.

Der Gelenkknorpel verfügt nicht über ein eigenes Adersystem, wird also nicht über die Blutbahn ernährt, sondern er ernährt sich über die Synovia (Gelenkschmiere), die von der Gelenkkapsel mit den notwendigen Nährstoffen angereichert wird und mit der sich der Gelenkknorpel regelrecht vollsaugt.

Die Qualität der Synovia – und damit die Ernährung des Knorpels – hängt entscheidend von der Funktion der Niere ab (wie die Qualität aller Flüssigkeiten im Körper). Eine Hundefütterung, die besonderes Augenmerk auf die Gesundheit des Bewegungsapparates legt muss also immer eine optimale Funktion der Niere im Auge behalten.

Neben der Vermeidung von erhöhter Calciumausscheidung über die Niere – wie unter Punkt eins beschrieben durch Verzicht auf den Zusatz synthetischer Vitamine – muss besonders auf ein ausgewogenes Energie zu Eiweissverhältnis und auf die Verwendung geeigneter Eiweissquellen geachtet werden.

Die Verwendung von Federhydrolysaten, oder gar pflanzlichen Nebenerzeugnissen - um den Eiweissgehalt des Futters preisgünstig zu erreichen – in aller Regel Weizen- oder Maiskleber verbietet sich, wenn eine optimale Nierenfunktion erzielt werden soll.

Minderwertige Eiweisse oder ein zu viel an Eiweissen belasten die Niere und führen so indirekt (langfristig betrachtet) auch zu einer Belastung der Gelenke durch minderwertige Synovia. Außerdem müssen natürlich alle essentiellen Aminosäuren im Futter vorhanden sein, damit sich der Knorpel in hoher Qualität reproduzieren kann.

Gerade bei vorliegenden Deformationen des Gelenkes wie manifester HD oder ED ist dieser Aspekt besonders zu bedenken, da hier durch zu starkes Spiel in den Gelenken und damit eines permanenten erhöhten Knorpeluntergangs die Synovia schon krankheitsbedingt mit einer erhöhten Rate an untergehendem Knorpel zu kämpfen hat.

Um die Zerstörung des betroffenen Gelenkes zumindest effektiv zu verlangsamen, ist es extrem wichtig, dem Körper die Möglichkeit zu geben eine optimale, leistungsfähige Synovia zu produzieren, dazu sind die oben genannten Faktoren in der Fütterung zu beachten.

Diese Maßnahme einer angemessen Fütterung wird zwar nicht ausreichen um bei einem Hund mit HD 4 die weitere Deformation des Gelenkes zu vermeiden, aber der Krankheitsverlauf wird effektiv verlangsamt.

Bei Hunden mit leichter HD/ED kann eine angemessene Fütterung durchaus ein Gelenk bis ins hohe Alter erhalten, während eine unangemessene Fütterung mit hoher Wahrscheinlichkeit in eine völlige Deformation des Gelenkes münden wird.

Der Einfluss der Fütterung auf die Entstehung von degenerativen Knochenerkrankungen beim Hund wird leider viel zu wenig diskutiert, während beim Pferd lange bekannt und anerkannt ist, dass ein unausgewogenes Energie zu Eiweißverhältnis sowie der Einsatz ungeeigneter Futtermittel zu einer Entstehung degenerativer Erkrankungen des Bewegungsapparates führt.

Aber gerade die enorm hohe Anzahl der Hunde, die schon in jungen Jahren an degenerativen Erkrankungen des Bewegungsapparates leiden, denen Spondylosen und degenerative Erkrankungen der Gelenke sowie rasant deformierende Hüften und Ellenbogen in Folge von HD und ED nur noch Bewegung unter starken Schmerzen ermöglichen, sollte man auch beim Hund endlich den Fokus auf die auslösenden und krankheitsunterhaltenden Faktoren in der Fütterung lenken.

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zu 3)

Muskel, Sehnen und Bindegewebsstoffwechsel


Die Muskulatur, die Sehnen und Bänder machen neben dem Skelett den Bewegungsapparat aus.

Die Gesunderhaltung einer leistungsfähigen Muskulatur und in der Textur trockener Sehnen und Bänder ist ein entscheidender Faktor bei der Gesunderhaltung des gesamten Bewegungsapparates.

Man darf nicht vergessen, dass alle Gelenke in mehr oder weniger starkem Maße von Bändern gehalten und fixiert werden. Insbesondere das Knie wird von einer Vielzahl von Bändern gehalten und fixiert, aber auch die kleinen Zehengelenke und die Wirbelsäule können ihre anatomisch vorgesehenen Bewegungen nur mit Hilfe von Bändern und Faszien ausführen.

Nur eine starke und leistungsfähige Muskulatur ermöglicht dem Körper Bewegungen, die die Wirbelsäule und die Gelenke Bewegungen ausführen lässt, wie sie von der Anatomie vorgesehen sind. Somit spielen die Muskulatur, die Bänder und Sehnen sowie auch die Bindegewebe – wie die Kapsel der Bandscheiben - eine entscheidende Rolle bei der Gesunderhaltung des Bewegungsapparates.

Die Ernährung dieser Gewebe ist aber abhängig von einer leistungsfähigen Leberfunktion.

Die Leber ernährt und regeneriert das Muskel-, Bänder- und Bindegewebe.
Natürlich kann die Leber eine grosse Menge an Schadstoffen wie BHA, BHT, Etoxiquin oder synthetische Vitamine, sowie eine Belastung mit den Abbauprodukten bei der Verstoffwechselung minderwertiger Eiweisse tolerieren, zumindest wenn der Hund nicht im Leistungssport steht, aber sie ist gleichzeitig nicht in der Lage die Muskel- und Bindegewebe optimal zu ernähren.

In einem langfristigen Prozess nimmt die Leistungsfähig dieser Gewebe Schritt für Schritt ab, was direkt und indirekt fast unweigerlich zu Erkrankungen am Bewegungsapparat führt. Je nach Anatomie des Hundes treten Bandscheibenvorfälle, Knieerkrankungen und andere Gelenkprobleme gehäuft auf, wenn die Hundefütterung die Leber mit oben genannten Faktoren überlastet und so das Muskel- und Bindegewebe schwächt.

Insbesondere bei allen Erkrankungen an der Wirbelsäule aber auch bei HD ist auch ein besonderes Augenmerk auf die Leberfunktion und damit auf die Leistungsfähigkeit der Muskulatur zu legen.

Jeder Besitzer eines Hundes mit manifester starker HD mit hochgradiger Schmerzhaftigkeit weiß, wie gut diesen Hunden regelmäßiges Schwimmen tut.

Dieser Effekt entsteht über ein Training der die Hüfte umgebenen Muskulatur, die Haltefunktionen, die normalerweise das Gelenk wahrnimmt mitübernimmt und so ein schmerzfreieres Bewegen der Hüfte ermöglicht.

Ähnliche Effekte lassen sich bei einer für die Muskulatur und die Leber optimierten Fütterung feststellen. Es ist schon erstaunlich, dass Hunde die infolge von HD kaum noch oder nur unter Schmerzäußerung aufstehen konnten, häufig nur durch eine Optimierung der Fütterung deutlich an Mobilität zunehmen und auch wieder schmerzfrei aufstehen können.


Zusammenfassung:
Dem Einfluss der Fütterung auf die Gesunderhaltung des Bewegungsapparates und den Möglichkeiten der Therapieunterstützung bei Erkrankungen des Bewegungsapparates durch eine angemessene Fütterung wird bis heute leider viel zu wenig Beachtung geschenkt.

Dabei ist die Fütterung im Bezug auf den Bewegungsapparat von entscheidender Bedeutung.

Die Möglichkeiten, die sich durch gezielte Bewegungsprogramme z.B. auch in Aquatrainern in Verbindung mit einer Umstellung der Fütterung ergeben, werden viel zu wenig ausgeschöpft und könnten manche teure und unnütze Operation sinnvoll ersetzen, zumal die Erfolge deutlich langfristiger sind.

copyright by
Christoph Rabanus
Hauptstr. 48
27367 Taaken


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