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Der Mythos vom Bedarf an Chemie und Gentechnik

Wer kennt sie nicht, die Bedarfswerttabellen für Menschen, Hunde, Katzen und Pferde.

Dort finden wir mathematisch nachvollziehbar unseren Bedarf an Nährwerten, jedenfalls an den Nährwerten, die von der chemischen Industrie und den Biochemikern bis heute identifiziert wurden und die chemisch-gentechnisch in irgendeiner Form herstellbar sind.

Beim Tier finden wir Werte, die mit natürlicher chemiefreier Fütterung niemals zu erreichen sind.

Das Wachstum der Knochen funktioniert nach Angaben der Biochemie angeblich nicht ohne synthetisches Vitamin D.

Wie konnte die Evolution die letzten 3 Millionen Jahre nur ohne die Hilfe der chemischen Industrie auskommen?

Wundersame Dinge werden von den synthetischen Vitaminen C und E berichtet. Sie fangen freie Radikale, die die Körperzellen oxidieren lassen, verhindern das Altern und machen uns rundum gesund.

Was ein Glück, dass diese auch das Ranzigwerden von Fetten verhindern, so dass man den Einsatz von Antioxidantien auch noch als gesunde Beimischung von vielen Vitaminen verkaufen kann.

Das Gleiche gilt auch für beta-Carotin, das chemisch hergestellt die gleichen antioxidativen Eigenschaften hat wie das synthetische Vitamin E, jedoch leider ausfällt, da sogar das Bundesministerium für Verbraucherschutz 1998 eine Warnmeldung bezüglich der tödlichen Gefahren von synthetischem beta-Carotin herausgeben musste.

Wer Gentechnik in Futtermitteln ablehnt, kann keine Zusatzstoffe wollen

Wussten Sie, dass viele (z.B. Vit E, B2) handelsübliche synthetische Vitamine mit Hilfe gentechnisch manipulierter Pflanzen oder Mikroorganismen hergestellt werden?

Eigentlich müsste faktisch jedes Hundefutter, das Zusatzstoffe in Form synthetischer Vitamine enthält, den Hinweis „mit genmanipulierten Inhaltsstoffen“ tragen, so wollte es eine EU Verordnung aus 2003.

Als den Verantwortlichen dann auffiel, dass alle Lebens- und Futtermittel mit den angeblichen Gesundmachern in Form von synthetischen Vitaminen davon betroffen wären, wurden die Kontrollbehörden - bis zur Gesetzesänderung – angewiesen, diese Verstöße gegen die Kennzeichnungspflicht bezüglich der synthetischen Vitamine nicht zu verfolgen.

Perfekte Lobbyistenarbeit, die hier schnell gewirkt hat.

Was ist ein Vitamin?

Die chemische Futteranalyse unterscheidet ein Futtermittel anhand seiner chemischen Bestandteile nach:

dem Eiweißgehalt mit den essentiellen Aminosäuren
dem Rohfettgehalt mit den essentiellen Fettsäuren
dem Rohaschegehalt
dem Rohfasergehalt
dem Wasser
und den stickstofffreien Extraktionsstoffen

Die Rohasche enthält die Mengenelemente:
Kalzium
Magnesium
Phosphor
Natrium

und die Spurenelemente:
z.B. Kupfer, Zink, Selen, Jod, etc.

alle anderen Stoffe, die - wenn auch nur in geringen Mengen - dem Körper über die Nahrung zugeführt werden müssen, damit er gesund bleibt, nennt man Vitamin.

Wörtlich übersetzt heißt Vitamin daher Lebensstoff.

Soviel zur Definition.

Nun schreitet die Biochemie natürlich ständig weiter fort, während die Liste der „Lebensstoffe“ seit Jahrzehnten unverändert geblieben ist.

Sehen wir uns einige Vitamine mal aus heutiger Sicht an und entscheiden, ob sie den Vitaminstatus noch zu Recht tragen:

Vitamin C:
gilt für den Menschen als essentiell (lebensnotwendig) da Skorbut als Vitaminmangelerkrankung erkannt wurde, und durch die Gabe natürlicher Vitamin C haltiger frischer Lebensmittel geheilt werden konnte. Ob synthetisches Vitamin C das Gleiche vermag, sei dahingestellt. Hunde jedenfalls produzieren in ihrer Leber selbst Vitamin C, so dass Vitamin C für Hunde kein Vitamin ist.

Vitamin B Komplex:
der Status der B-Vitamine als Vitamin beruht auf einem Missverständnis. Fälschlicherweise wurde die Beri-Beri Krankheit in Asien für eine Vitamin B Mangelerkrankung gehalten, bis sich herausstellte, dass die Erkrankung durch eine Pilzinfektion des Reises verursacht wird. Den Vitaminstatus haben die B Vitamine trotzdem behalten.

Der gesamte B-Vitaminkomplex wird beim gesunden Hund im Dickdarm während der Verdauung hergestellt. Mangelerkrankungen sind nur als sogenannte Malabsorptionsstörungen beschrieben, d.h. die Unfähigkeit des Körpers, die B-Vitamine in die Blutbahn aufzunehmen.

Liegt diese Erkrankung vor, muß das Darmmilieu des Patienten saniert werden (durch eine vielfältig zusammengesetzte Fütterung). Synthetische B-Vitamine muß ich dem Futter also nur dann zusetzen, wenn ich davon ausgehe, daß mein Futter das intakte Darmmilieu zerstört, statt es zu erhalten und aufzubauen.

Vitamin D
Der Zusatz von Vitamin D darf als sehr zweifelhaft angesehen werden, da dieses laut Pollmer ein Hormon und kein Vitamin ist und Hormone haben in Futtermitteln nichts zu suchen.

Vitamin D wird vom Körper bei Bedarf produziert und spielt eine wichtige Rolle im Calciumstoffwechsel. Als Zusatz im Futtermittel ist es genauso wenig geeignet wie Cortison oder Östrogen.

Trotzdem wird es den meisten industriell hergestellten Futtermitteln als synthetisches Vitamin zugesetzt. Überprüfen Sie doch einmal, ob Ihr jetziges Hundefutter auch synthetisches Vitamin D enthält, und fragen Sie die Verantwortlichen, warum sie Ihrem Hundefutter Soffe zusetzen, die in den Hormonhaushalt des Hundes eingreifen. Wortreiche Beschwichtigungen werden folgen, aber und diesen Punkt gilt es zu wiederlegen: über den Darm direkt der Blutbahn zugeführtes Vitamin D in synthetischer Form ist unnatürlich und die Wirkung dieses unnatürlichen Einflusses auf den Calciumstoffwechsel ist nicht abzuschätzen. Synthetisches Vit. D ist in der Lage den tertiärer Hyperparathyreoidismus auszulösen, der zur Entkalkung der Knochen führt.
Knochenverkrümmungen infolge Epiphysenentzündungen oder Degenerationen sind meiner Meinung nach häufig durch diesen tertiärer Hyperparathyreoidismus - in Folge des Zusatzes von synthetischem Vitamin D und erhöhtem Calciumgehalt in Hundefuttern - verursacht.

Vitamin E
Ist keine einzelne Substanz, sondern eine Bezeichnung für eine ganze Substanzgruppe von im Augenblick 16 identifizierten Einzelsubstanzen, wobei ständig neue hinzukommen, die unter die Bezeichnung Vitamin E gefaßt werden.

Synthetisch hergestellt wird nur alpha-Tocopherol, eine der 16 Substanzen. Und auch nur diese eine einzige Substanz wird bei chemischen Analysen - wie den von Stiftung Warentest durchgeführten - gemessen. Dies stellt eine gefährliche Vereinfachung der Fakten dar – zu den Gefahren solcher Vereinfachungen gleich mehr.

Der gesamte Vitaminkomplex E darf als Vitamin gelten.

Vitamin K
Es sind mittlerweile fast 100 Substanzen bekannt, die eine Vitamin-K-Wirksamkeit haben und es hat sich gezeigt, dass Vitamin K vom Körper im Darm selber gebildet werden kann, womit der Vitaminstatus sehr stark in Frage gestellt werden muss.

Die unter die Gruppe Vitamin K gefassten Substanzen nehmen im Körper u.a. eine wichtige Funktion bei der Blutgerinnung wahr, sind aber auch an anderen lebenswichtigen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Vitamin A / beta-Karotin
Dem Vitamin A Komplex (auch hier werden ständig neue Substanzen entdeckt, die Vitamin A Wirksamkeit haben) muss sinnvollerweise auch beta-Karotin zugezählt werden, da der Körper in der Lage ist, aus Beta-Karotin Vitamin A herzustellen.

Beta-Karotin / Vitamin A sollte daher sinnvollerweiser zu den Vitaminen gezählt werden, aber auch hier muss die Gesamtheit aller Vitamin A wirksamen Komponenten im Auge behalten werden. Einseitige Messungen von Retinol führen zu falschen und irreführenden Ergebnissen.

Vitamin P (Bioflavone / Flavonoide sekundäre Pflanzenstoffe)
Diese Stoffgruppe tritt zunehmend mehr in den Mittelpunkt des Interesses auch der Biochemiker.

Da aber die chemische Analyse und Bewertung nicht abgeschlossen ist und es noch keine Messverfahren gibt, wird dieser Stoffgruppe zu wenig Beachtung geschenkt. Vitamin P kommt in Pflanzen und Kräutern vor und enthält über 1000 verschiedene Einzelstoffe, die (noch) nicht synthetisch nachgebildet werden können.


Welchen Bedarf an Vitaminen hat mein Hund?

Der Hund hat nicht nur einen Bedarf an Vitaminen, sondern an allen essentiellen Nährstoffen.

Der Blick sollte also nicht auf die 20 chemisch/gentechnisch nachbildbaren Stoffe begrenzt bleiben, wenn man den Hund gesund und ohne Mangelzustände ernähren will.

Neben dem Vitaminbedarf besteht ein Bedarf an:
essentiellen (lebensnotwendigen) Amminosäuren
essentiellen Fettsäuren
essentiellen Spurenelementen

All diese essentiellen Nahrungsbestandteile werden z.B. für den Aufbau von bestimmten Hormonen, Botenstoffen, Drüsenzellen etc. benötigt.

Einen Bedarf in astronomischer Höhe für chemisch/gentechnisch hergestellte Substanzen wie Vitamin A, D3, E, etc. festzulegen und den Bedarf an den anderen weit über 1000 heute bekannten Vitaminen einfach zu ignorieren, klingt stark nach einer erfolgreichen, aber gesundheitsschädigenden Verkaufsstrategie.

Exkurs
Deine Schweine sterben ohne Chemie.

Es trat ein junger Landwirt an mich heran, ob ich sein Problem im Sauenstall einmal begutachten könnte. Der Bestand hatte ein nicht unerhebliches Problem mit der Unregelmäßigkeit der Ferkelgröße.

Die Wurfzahlen waren sehr unterschiedlich, es waren übermäßig viele kleine Ferkel festzustellen, die zu wenig Lebensenergie besaßen. Mein Vorschlag war eine Umstellung der Fütterung für die Sauen nach dem ganzheitlichen Fütterungskonzept, natürlich auf die Bedürfnisse insbesondere der niedertragenden Sauen abgestimmt.

In der Rezeptur wurden erst einmal die problematischen Komponenten wie Sojaprodukte und alle Vitamin/Spurenelementvormischungen entfernt.

Oh mein Gott, was für einen Sturm hat das ausgelöst als der Landwirt zu seinem Futterlieferanten kam, um die Mischung in Auftrag zu geben. Auf dem Hof des Landwirtes waren bald mehr Doktoren der Agrarwissenschaft zu finden, als in der dortigen Fakultät für Landwirtschaft.

Von allen wurde ihm prophezeit, dass der gesamte Sauenbestand sterben würde, alle Würfe ausbleiben werden und der Bauernhof dem Konkursverwalter anheim fallen werde.

Neben dem Verzicht auf Zusatzstoffe und Soja wurde das Futter vielfältig aufgestellt mit vielen natürlichen Quellen für eine ausreichende Vitamin-, Spurenelementversorgung und ausgerichtet auf die Stabilisierung der Darmflora, um die Eigenherstellung der Vitamine im Darm und die Resorptionsfähigkeit zu stabilisieren.

Der Landwirt hat gegen alle Widrigkeiten (das war im Jahr1995, als ganzheitliche Fütterungskonzepte noch ganz neu waren) und weil alle Kombinationen von synthetischen Zusätzen das Problem eher verschlimmert hatten, das ganzheitliche Rezept umgesetzt.

Das Ergebnis war - bereits nach einem Zyklus -, dass alle Probleme mit den Sauen verschwunden waren. Umrauscher traten nicht mehr vermehrt auf, die Wurfzahlen bewegten sich stabil um die 12 Ferkel mit annähernd gleichen Wurfgewichten und nur vereinzelt einem Ausreißer nach unten.

Die Fütterung wurde natürlich so beibehalten, und die gesamte Sauen- und Ferkelgesundheit hat sich dauerhaft auf dem hohen Niveau gehalten.

Das Ergebnis war also nicht der Konkursverwalter, sondern ein Spitzenplatz unter den erfolgreichsten Sauenhaltern. Und damit war ein empirischer Beweis mehr erbracht, dass bei langlebigen Tieren der Mehreinsatz an Geld für ein hochwertiges, vielfältig zusammengesetztes Futter ohne Zusatzstoffe, die Gesundheit auch im Nutztierbereich so fördert, dass das Ergebnis mehr als befriedigend ist.

Exkurs Ende

Sind synthetische Vitamine gefährlich?
Auf wie vielen Futtersäcken liest man: „mit natürlichem Vitamin E als Antioxidans“?
Wie natürlich kann denn isoliertes alpha-Tocopherol sein?

Egal, ob aus einer gentechnisch manipulierten Pflanze gewonnen oder aus einem natürlichen Grundstoff, isolierte in chemisch reiner Form vorliegende Stoffe sind unnatürlich, weil in der Natur in dieser Form nicht vorkommend!

Es ist genauso widersinnig, einen Brennstab aus einem Kernkraftwerk als natürlichen Stoff zu bezeichnen, weil Uran auch in der Natur vorkommt oder Aspirin als natürliche Acetylsalicylsäure zu bezeichnen, weil dieser Stoff auch in Weidenrinde vorkommt.

In dem Augenblick, in dem ich – egal aus welchem Rohmaterial – einen Stoff herauslöse und in reiner Form vorliegen habe, ist er nicht mehr natürlich, sondern chemisch und damit potentiell gefährlich und giftig.

Nicht umsonst dürfen nur Firmen mit Sondergenehmigung mit chemisch/gentechnisch gewonnen Vitaminen umgehen, und diese Firmen haben strenge Auflagen bezüglich des Schutzes ihrer Angestellten zu erfüllen, um die z.T. tödlichen Gefahren durch synthetische Vitamine von den Mitarbeitern abzuwenden.

Als hoch gefährlich müssen Vitamin D und synthetisches Beta-Karotin gelten.

Vitamin D greift als Hormon so tief in den Calciumstoffwechsel ein, dass auch bei relativ niedrigen Dosierungen mit einer Schädigung oder zumindest Belastung der Nieren gerechnet werden muss.

Exkurs:
Zugesetztes D führt zu einer Zwangsabsorption von Calcium aus dem Darmtrakt in das Blut. Zu hohe Blutcalciumwerte werden vom Körper nicht toleriert, so dass das Calcium zuerst in die Depots an der Außenseite der Knochenmatrix verbracht wird, sind diese voll, wird Calcium vermehrt über die Niere ausgeschieden.

Da Calcium – wie Magnesium – zu den schwer nierenausscheidbaren Stoffen gehört, kommt es zu verschiedenen gesundheitlichen Komplikationen wie Nierensteinen, Calciumeinlagerungen in den Sehnen, Bändern und Faszien und in indirekter Folge können dann massive Störungen in der hormonellen Steuerung des Calciumstoffwechsels von Nebenschilddrüse und Nebenniere auftreten.

Diese Störungen im Calcitonin – Parathormonhaushalt (tertiärer Hyperparathyreoidismus) führen dann zu Degenerationen der Gelenke, Entkalkung der Knochen, Verkalkung der Adern, etc.

Noch vor 10 Jahren hat Stiftung Warentest Hundefutter mit einem Calciumgehalt von unter 1,5% als mangelhaft bewertet, weil mit solchen Calciumwerten angeblich kein Hund existieren könne.

Heute warnt die gleiche Stiftung Warentest vor zu hohen Calciumwerten im Hundefutter, besteht aber immer noch auf dem Zusatz von D. Ohne diesen Zusatz werden die Hundefutter nach wie vor als mangelhaft bewertet.

Wurde hier der Kausalzusammenhang zwischen den Calciumüberversorgungserkrankungen und D immer noch nicht erkannt oder spielen hier andere Interessen eine Rolle??

Exkurs Ende

In vielen kurzfristigen Studien werden die wundersamen Wirkungen der synthetischen Vitamine gepriesen, zeigen dann aber in langfristigen Studien am Menschen oder am Tier häufig ihre gefährliche Seite.

Ein Stoff, der im Reagenzglas wunderbar als Radikalenfänger funktioniert und Fette vor Oxidation schützt, kann in einem komplexen und sehr empfindlichen System wie dem Organismus eines hoch entwickelten Säugetiers eine verheerende Wirkung entfalten, was sich in Langzeitstudien für synthetisches Vitamin E und synthetisches Beta-Karotin durch eine signifikant höhere Sterblichkeit der Testteilnehmer gezeigt hat, die die Vitamintabletten erhielten.

Verglichen mit der Placebokontrollgruppe stieg die Sterblichkeitsquote bei der so genannten Finnlandstudie zur Einnahme von synthetischem beta-Karotin um bis zu 10% an und auch die Krebsrate war signifikant - nämlich um 18% höher -, der Versuch musste abgebrochen werden.

Es liegt eine Metastudie der John Hopkins Universität zu Vitamin E vor, die eine Lebensverkürzung und krankmachende Wirkung synthetisch hergestellter alpha-Tocopherole nahe legt.

In dieser Metastudie wurden Daten von 136.000 Probanden ausgewertet.

Bei Versuchen, das allergene Potential von synthetischen Vitaminen im Rahmen von Serumallergietesten zu prüfen, stellte sich heraus, dass die Konfrontation von Zellkulturen mit gentechnisch/chemisch hergestellten Vitaminen durchgängig zu einer derart heftigen allergischen Reaktion führt, dass gar keine Nulllinie gefunden werden konnte.

Dieses Ergebnis ist so zu interpretieren, dass jeder Organismus auf diese Stoffe so stark allergisch reagiert, dass spezifische Allergiker gar nicht identifiziert werden können.

Dieses Gespräch mit Allergologen hat mich darin bestätigt, dass synthetische Vitamine als primär allergieauslösende Allergene anzusehen sind.

Gentechnisch/chemisch hergestellte Vitamine stellen also nach dieser Betrachtung langfristig eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit dar.

Während kurzfristige Betrachtungen sogar eine Verbesserung gewisser Gesundheitszustände zeigten, haben langfristige Betrachtungen das erhebliche Gefahrenpotential der synthetischen Vitamine aufgezeigt.

Insbesondere das Ansteigen der Krebsrate und die erhöhte Sterblichkeit erschrecken doch sehr.

Im Bezug auf die Allergien – sowohl derer, die sich im Hautbereich zeigen, als auch derjenigen im Magen-Darmbereich – stehen die gentechnisch/chemisch hergestellten Vitamine im starken Verdacht ein auslösendes Primärallergen zu sein und haben daher im Speiseplan dieser Patientengruppe nichts verloren.

Woran erkenne ich, ob mein Futter gentechnisch/chemische Vitamine enthält?
Es gibt eine so genannte Pflichtdeklaration auf allen Futtermitteln.

Unter dem Punkt „Gehalt an Inhaltsstoffen“ befindet sich eine Auflistung der chemisch messbaren Inhaltsstoffe eines Futters, egal ob sie aus dem Reagenzglas oder den Zutaten stammen.

Unter dem Punkt „Zusammensetzung“ befinden sich die Komponenten des Futtermittels.

Unter dem Punkt „Zusatzstoffe“ finden sich die gentechnisch/chemisch hergestellten Vitamine und die zugesetzten Spurenelemente.

Ausweispflichtig sind nur die fettlöslichen Vitamine A, D, E und das Buntmetall Kupfer. Wenn Sie zu diesen Stoffen eine Angabe finden wie „Vit A 5000 i.E.“ enthält das Futter in aller Regel den kompletten Satz an synthetischen Vitaminen.

Während früher häufig an gut erkennbarer Stelle der Verpackung mit gigantischen Vitaminwerten geprotzt wurde, wissen die Hersteller heute um die zunehmende Aufgeklärtheit des Kunden.

Da immer mehr Verbraucher wissen, dass diese Stoffe gentechnisch/chemisch hergestellt werden und auch um die Gefahren wissen, wird die Angabe „Zusatzstoffe“ häufig gut versteckt.

Hersteller, die keine Zusatzstoffe verwenden, schreiben oft „Zusatzstoffe: keine“ Hier können Sie ganz sicher sein, dass wirklich keine gentechnisch/chemisch hergestellten Vitamine zugesetzt wurden.

Warum setzen fast alle Hersteller synthetische Vitamine ein?
Es gibt Bedarfstabellen, die völlig unnatürlich hohe Werte (merkwürdigerweise) gerade für die gut gentechnisch/chemisch herstellbaren Vitamine und Spurenelemente festlegen. Wie diese Werte zustande kommen, dazu etwas später gleich mehr.

Diese Werte werden z.B. bei Hundefuttertests - wie denen von Stiftung Warentest durchgeführten - als Basis genommen.

Hier wird nicht geschaut, ob hochwertige Zutaten im Futter verarbeitet wurden, sondern ob diese zweifelhaften (und auch noch von Universität zu Universität völlig verschiedenen) chemischen Werte eingehalten werden.

Ein „sehr gut“ bekommen auch Futtermittel von Herstellern, die offensichtlich minderwertige Eiweissträger und nur Marginalmengen an Gemüse einsetzen, aber sehr gut mit dem Chemiebaukasten das Futter „bedarfsgerecht“ gemacht haben.

Dieses Verfahren macht auch betriebswirtschaftlich Sinn, weil diese Korrektur mit Chemie nur ungefähr das Gleiche kostet wie der Einsatz von einem Prozent Trockenkarotten.

So billig wird man Testsieger und kann bei allen anderen Zutaten kräftig sparen.

Wie viele Spurenelemente braucht mein Hund?
Spurenelemente sind z.B. Mangan, Kupfer, Zink, Jod oder Selen.

Diese Stoffe nehmen am Stoffwechselgeschehen teil und müssen über die Nahrung zugeführt werden.

Die Bedarfswerte sind hier laut Bedarfstabelle so hoch, dass will man sie in seinem Futter erreichen, dies nur über den Zusatz von Vormischungen geht.

Diese Vormischungen sind meist nichts anderes, als die Asche aus Kohlekraftwerken.

Kann mein Hund tatsächlich ohne eine zusätzliche Gabe aus dem Kohlekraftwerk nicht gesund existieren?

Wenn wir uns die Berechnung von Bedarfswerten einmal ansehen, fällt sofort auf, dass z.B. der Zinkbedarf so enorm hoch ist, weil dem Futter Kupfer zugesetzt wurde, der unnatürlich hohe Gehalt an Kupfer aber die normale Zinkaufnahme im Körper blockiert, und in Folge dessen steigt auch der Zinkbedarf enorm an.

Schnell noch einen Sicherheitszuschlag dazu und schon habe ich die Abhängigkeit des Hundes vom Zusatz an giftigem Zink.

Dieser Logik kann und will ich nicht folgen.

Bedingt durch den exzessiven Einsatz von Spurenelementbeimischungen in der Nutztierhaltung (auch der biologischen) sind die Böden – durch die Ausscheidung unnatürlich hoher Mengen dieser Stoffe mit dem Urin der Nutztiere - fast auf der ganzen Welt bereits mit Spurenelementen wie Kupfer, Zink und anderen bedenklich überbelastet.

Die daraus angebauten Pflanzen enthalten bereits bedenklich viel dieser zum Teil gesundheitlich bedenklichen Stoffe, so dass nicht nur unsere Hunde, sondern auch wir mit der normalen Nahrung schon völlig unnatürlich hohe Mengen dieser Stoffe aufnehmen.

Was macht es da für einen Sinn über diese Belastung hinaus den Körper noch mit weiteren Metallen zu belasten um Malabsorptionsproblemen vorzubeugen, die ich gar nicht habe, wenn ich keine unnatürlichen Mengen an Mengenelementen und Spurenelementen zusetze??

 

Wie sichere ich die Vitamin- und Spurenelementversorgung meines Hundes?
Es ist an der Zeit, das Problem der Vitamin- und Spurenelementversorgung endlich ganzheitlich zu betrachten.

Die Verengung der Betrachtung auf die gentechnisch/chemisch herstellbaren Stoffgruppen stellt eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit unserer Haustiere, aber auch unserer eigenen Gesundheit dar.

Exkurs:
Im Zuge meiner Praxis wurde mir ein Fall berichtet, bei dem ein Rinderbestand unter starkem therapieresistenten Befall von atypischer Rinderflechte litt, der mit hoher Nervosität und exzessivem Scheuern einherging (vom Symptombild der Neurodermitis der Kinder nicht unähnlich). Bei der Besprechung des Falles stellte sich heraus, dass dem Futter – wegen der vermeintlich positiven Wirkung auf das Nervensystem – auf Wunsch des Kunden eine erhöhte Menge an B-Vitaminen zugesetzt worden war.

B-Vitamine gelten wegen ihrer Wasserlöslichkeit allgemein als unbedenklich, wobei sich die Logik nicht ganz erschließt, da auch Tarantelgift wasserlöslich ist und deswegen nicht ungiftiger für den Körper ist als Strychnin, das nicht wasserlöslich ist.

Nach Reduktion der B-Vitamine in der Vitaminvormischung verschwanden die Symptome in dem Rinderbestand innerhalb von 3 Wochen.

Seitdem fällt es mir noch deutlich schwerer an die Unbedenklichkeit wasserlöslicher Gifte zu glauben.

Exkurs Ende

Über die weiteren zum Teil erheblichen Gefahren durch gentechnisch/chemisch hergestellte Vitamine haben wir schon weiter oben ausführlich gesprochen.

Die Versorgung des Hundes – oder allgemein der Lebewesen – ist komplex und nicht über die Reduktion auf 20 Werte zu lösen. Vitamine und Mineralstoffe/Spurenelemente sind lebensnotwendig für den Körper, darüber besteht kein Zweifel.

Aber das Problem muss von mehreren Seiten aus betrachtet werden:

1.
Ausreichende Versorgung mit lebensnotwendigen Stoffen über die Nahrung.
Um nicht nur die gut messbaren, sondern auch die weit über 1000 bereits bekannten und die noch unbekannten Vitamine mit dem Futter in ausreichender Menge zur Verfügung zu stellen, ist ein vielfältig zusammengesetztes Futter die absolute Voraussetzung.

Einseitige Futtermittel, die nur aus zwei Komponenten bestehen, die wegen der vermehrt aufgetretenen Haut- und Darmallergien in den letzten Jahren immer mehr in Mode kommen, müssen langfristig fast unweigerlich zu Mangelerkrankungen führen, da das vielfältige Spektrum der lebensnotwendigen Nahrungsbestandteile über zwei Komponenten nicht abgedeckt werden kann.

Ausschlussdiäten für Allergiker können – sofern sie keine gentechnisch/synthetisch hergestellten Stoffe enthalten – für eine kurzfristige Phase sinnvoll sein, sind aber keine Dauerlösung, da sie fast unweigerlich Mangelerkrankungen nach sich ziehen müssen.

Eine langsame Rückkehr zu einer vielfältig zusammengesetzten Nahrung ist bei ganzheitlicher Betrachtung der einzige Weg zur langfristigen Gesunderhaltung des Hundes.

Die Verwendung verschiedener Eiweißquellen (zur Sicherung des Bedarfs an essentiellen Aminosäuren), mehrere Quellen für essentielle Fettsäuren, und ein vielfältiges Angebot an Gemüse und Getreide, sowie eine Beimengung ausgesuchter Kräuter als Quelle für Phytamine – alles natürlich in guter Qualität –, sowie die Vermeidung problematischer Rohkomponenten (wie Sojaextraktionsschrot, Maiskleber, etc.), ist bei ganzheitlicher Betrachtung der sicherste Weg, die Versorgung des Hundes mit allen über 1000 unter dem Begriff Vitamine zusammengefassten Stoffe zu sichern.

2.
Vermeidung von Malabsorptionsproblemen

Die schon bei der Besprechung des Spurenelementbedarfs des Hundes angeführten Malabsorptionsprobleme (mangelnde Fähigkeit des Körpers Nährstoffe aus dem Darm in die Blutbahn aufzunehmen) stellen eine erhebliche langfristige Gefahr für die Gesundheit der Hunde dar.

Durch den Zusatz unnatürlich hoher Mengen an Spurenelementen, durch den Einsatz unnatürlich hoher Mengen an gentechnisch/chemisch hergestellten Vitaminen und durch einseitig zusammengesetzte Futtermittel kann die Fähigkeit des Darms, die lebensnotwendigen Stoffe in die Blutbahn aufzunehmen, erheblich beeinträchtigt werden.

So können trotz – oder besser wegen - übermäßiger Versorgung mit Spurenelementen und synthetischen Vitaminen innere Mangelerkrankungen auftreten.

Das Vorhandensein von Nährstoffen im Darm nützt wenig, wenn diese Nährstoffe nicht zu den Körperzellen im Inneren gelangen können, wo sie wirklich gebraucht werden.

Ein natürlicher Gehalt an Spurenelementen und Vitaminen aus einer breiten und qualitativ hochwertigen Futtergrundlage ist der beste Garant für eine Vermeidung eines ungewollten Eingriffes in das empfindliche Regulierungs- und Resorptionssystem des Körpers.

Die Förderung der Gesundheit der Mikroflora im Dickdarmbereich, in dem nicht nur viele Vitalstoffe resorbiert (in die Blutbahn aufgenommen), sondern auch viele (wie der gesamte Vitamin B-Komplex und Vitamin K) Vitamine vom Körper hergestellt werden, sollte bei der Erstellung einer langfristig gesunden Futterration allererste Priorität haben.

Ein vielfältig zusammengesetztes Futter fördert die Bildung einer intakten Darmflora und fördert so auch die körpereigene Vitaminherstellung und die Fähigkeit, die richtige Menge an Spurenelementen in die Blutbahn aufzunehmen.

Zwei- oder Dreikomponentenfutter sind daher langfristig abzulehnen.

Zusammenfassung

Gentechnisch/chemisch hergestellte Vitamine und Spurenelemente lassen zwar auch minderwertige Futter gehaltvoll und gesund erscheinen, sind aber - wegen der vielfältigen Gefahren für die Gesundheit - in einem ganzheitlichen Fütterungskonzept abzulehnen.

Eine ausreichende Versorgung mit allen über 1000 bereits bekannten lebensnotwendigen Vitaminen, Spurenelementen und Phytaminen kann nach wie vor nur über eine qualitativ hochwertige, artgerechte und vielfältig zusammengesetzte Fütterung erreicht werden.

Des Weiteren sollte das Futter nicht über Zusatzstoffe in den Regulations- und Absorptionsmechanismus des Körpers eingreifen, sondern seine eigene Produktion von Vitaminen – über eine geeignete, die Darmflora stärkende, vielfältige Komponentenauswahl – fördern.

Dies ist aus ganzheitlicher Betrachtung der sicherste Weg fütterungsbedingte Krankheiten zu vermeiden und den Körper optimal bei der Bekämpfung anderer Krankheiten zu unterstützen.

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