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Fütterungstrends und Ihre Folgen

Als Eukanuba im deutschen Markt sogenannte Premium Futter etablierte mit Preisen um 80,-- DM für 15 kg (das muss in den 1990er gewesen sein) brauchte es auch ein ziehendes Marketingkonzept. Der hohe Eiweissgehalt musste her (kommt mir irgendwie bekannt vor).
Die Hersteller überschlugen sich mit immer höheren Eiweisswerten im Trockenfutter 24%, 28%, 30%, 34% für erwachsene Hunde, es gab scheinbar kein halten.
Erst als wirklich alle merkten, dass das zu Juckreiz Hautproblemen und Stoffwechselstörungen führte war der Spuk vorbei.

Noch Mitte der 1990er Jahre waren Calciumgehalte von bis zu 2,5% bei Welpenfutter ein absolutes MUSS. Gleichzeitig wurde ein absurder Bedarf an synthetischem Vitamin D propagiert (gestützt auf einen tierquälerischen Versuch der Uni Ütrecht). Stiftung Warentest bescheinigte massenhaft ein mangelhaft bei der Unterschreitung absurder Calciumbedarfswerte. Die massenhaft auftretenden Knochenverkrümmungen im Wachstum, insbesondere bei frohwüchsigen Rassen waren Schuld der Hundehalter, die hatten angeblich ihre Junghunde überfüttert. Man musste die Hunde gross hungern lassen, dann sollte dieses Problem nicht mehr auftreten. Viel zu spät wurden diese Bedarfswerte korrigiert. Heute liegt der Durchschnittswert bei 1,2% Ca bei Junghunden.

Die BARF Bewegung mit der Verteuflung von Getreide und Kohlenhydraten hat zu Futterrationen mit absurd hohen Eiweissgehalten geführt. Massenhaftes Auftreten von Nierenüberlastungen wurden vorerst abgetan und heute liest man bei Swanie Simon, dass Getreide nicht generell verteufelt werden darf und es durchaus Hunde gibt, die abseits der Ideologie, bedarfsgerecht auch mit aufgeschlossenem Getreide gefüttert werden müssen. Für viele Hunde viel zu spät.

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